Gemeinderat

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News :: Infos

Wissenswertes vom Heinz-Sielmann-Weiher (23)

Samstag, 19. Mai 2007, Owinger Ortsnachrichten, Billafinger Mitteilungen von Ortsvorsteher Karl Barth

Viel Neues gibt es zu berichten! Unser Weiher hat eine weitere „Feuer-“ oder besser „Wasserprobe“ bestanden: Obwohl es einen ganzen Monat lang keinen Tropfen geregnet hat, ist sein Wasserstand überhaupt nicht abgesunken, sondern der Weiher läuft nach wie vor an seiner niedrigsten Stelle über (bei den großen Pappeln in den Kaisergraben). Das demonstriert sehr eindrucksvoll den riesigen Wasservorrat unserer Talaue – eine Lebensversicherung für den Fall einer weiteren Mediterranisierung unseres hiesigen Klimas!  

Graugans-Eltern mit 6 JungenIn den Billafinger Mitteilungen vom 7. April hatte unser Ortsvorsteher Karl Friedrich Barth die österlichen Zeichen der Fruchtbarkeit gewürdigt – den Hasen und das Ei. Zu dieser österlichen Fruchtbarkeit hat unser Weiher das Seinige beigetragen: Am 5. April, also zu Gründonnerstag, zeigten sich (wie nach dem „Verschwinden“ des Weibchens – zur Bebrütung der Eier auf dem Nest – berechnet) erstmals die stolzen Graugans-Eltern mit 6 Jungen, die inzwischen schon auf die Größe kleiner Enten herangewachsen sind. Ein Mitbürger unserer Gemeinde teilte mir das freudige Ereignis mit den Worten mit: „Herr Berthold – wir haben Nachwuchs!“. Bereits am 8. April schlüpften dann heuer auch die ersten jungen Bläßhühner – in einem Nest am Westende der mittleren Insel, das vom Beobachtungsstand sehr gut einzusehen ist. Bald konnte man die 5 Jungen umherschwimmend beobachten, wie sie von den Eltern gefüttert wurden und abends wieder auf das Nest kletterten und unter die nachts wärmende Mutter schlüpften. Damit war der Zeitpunkt gekommen, der eine ganze Reihe von Besuchern veranlasste, von nun an zum Weiher ein Fernglas mitzunehmen – so lässt sich jetzt das Familienleben der Gänse, Bläßhühner und vieles mehr als Augenschmaus genießen.  

Seit dem letzten Bericht hat sich am Weiher so viel ereignet, dass nur die wichtigsten Beobachtungen kurz aufgezählt werden können. Seit Wochen macht sich ein Bisampaar nützlich, indem es Gräben und Ufersäume vor zu starkem Rohrkolben-Bewuchs bewahrt. Damit ist dieser Pflanzenfresser sozusagen ein nützlicher „Gemeindearbeiter zum Nulltarif“. Seit Jahresbeginn haben sich am Weiher bereits 5 neue Vogelarten gezeigt – neben dem bereits im letzten Bericht erwähnten Höckerschwan und der Schellente am 25.3. ein Rohrweihen-Männchen, am 28.3. 3 Knäkenten sowie am 19.4. ein prächtiger Wiedehopf. Weiterhin waren bis zu 5 Schwarzkehlchen-Männchen am Weiher, von denen inzwischen mindestens 2 verpaart sind; ferner sah man immer wieder Zwergschnepfen und Bekassinen, am 15.4. Kolbenenten, am 16.4. tauchten erste Baumfalken auf, danach Braunkehlchen, Wendehals, Klappergrasmücke, Fitis, Bruchwasserläufer, Zwergtaucher, Reiherente, Wespenbussard u. a. Zur Zeit führen 3 Bläßhuhn-Paare mindestens 13 Junge, und 2 weitere sitzen – gut einsehbar – auf Nestern im Froschtümpel und vor der großen Insel. Auch je 2 Paare Teichhühner und Wasserrallen haben sich niedergelassen – damit beherbergt unser Weiher 3 Rallen-Arten!  

Dank einiger Bewässerungsaktionen haben auch die neugesetzten Pflanzen die Trockenperiode gut überlebt, sodass wir nun mit den hoffentlich wieder häufiger fallenden Niederschlägen eine täglich zunehmende Blütenpracht genießen können. Damit die Freude daran nicht getrübt wird, sollten Hundehalter von nun an strikt das ausgewiesene Wegegebot befolgen!

Peter Berthold

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