Programm 2003

Elster Silberflug

Rückblick

20. September 2003

"Neue Gerbe" Billafingen          Rückblick

Die Geschichte von ELSTER SILBERFLUG begann 1971 während einer Indienreise und ist reich an Abwechslung. Die Band schlug in Heidelberg ihre Zelte auf und kam auf ihren Tourneen bald durch die ganze Bundesrepublik. Mitte der 70iger Jahre hatte die Popularität der hippielastigen Mischung aus deutscher Musik des Mittelalters und romantischen Eigenkompositionen ihren Zenit erreicht. Die "Elstern" wurden in einem Atemzug mit damaligen Spitzenbands wie Zupfgeigenhansel, Liederjan und Fiedel Michel genannt.

Seit Anfang der 80iger Jahre fliegen die "Elstern" in und um Herdwangen am Bodensee. Historische Stadtfeste und Mittelaltermärkte sind die bevorzugte Auftrittsplattform. In unverfälschter Tradition der Minnesänger und Spielleute werden Sagen & Geschichten vorgetragen und zu farbigem Leben erweckt.

Konzerte mit ELSTER SILBERFLUG sind immer etwas ganz Besonderes!

Landesjugendjazzorchester
Baden-Württemberg

Leitung: Prof. Bernd Konrad

Rückblick 

8. November 2003

"Golfclub Lugenhof"               Rückblick
Owingen-Überlingen

Das Landesjugendjazzorchester erfreut seine Zuhörer seit über 25 Jahren und wird heute von Prof. Bernd Konrad geleitet. Seine Mitglieder sind junge begabte Musiker aus Baden - Württemberg im Alter von 16 bis 20 Jahren. Zweimal im Jahr, jeweils in den Herbst- und Sommerferien, treffen sich die Teilnehmer mit  ihrem Bandleader und anderen Dozenten zu einwöchigen Arbeitsphasen . Hieran schließen sich Konzerte.

Im Auftrag des Deutschen Musikrates unternahm die Bigband mehrwöchige Tourneen in über 20 Länder Ost- und Westafrikas sowie Indonesien, Thailand, China und Philippinen.

Wir sind sehr gespannt auf die Darbietungen dieser jugendlichen swingenden Band auf dem Lugenhof.

Nomaden der Lüfte
Von der Faszination des Vogelzugs

Prof. Dr. Peter Berthold
Leiter der Vogelwarte Radolfzell
Max-Planck-Institut für Ornithologie

Rückblick

16. November 2003

"Neue Gerbe" Billafingen             Rückblick

Prof. Dr. Peter Berthold hält Vögel für die attraktivsten Lebewesen, die es gibt. Besonders der Auerhahn hat es ihm angetan. Doch derzeit befasst er sich vor allem mit der Mönchsgrasmücke. Dem Leiter der Vogelwarte Radolfzell ist es gelungen, die unscheinbar grauen Vögel von Hand aufzuziehen. Er konnte zeigen, dass deren Zugverhalten nicht etwa angelernt, sondern genetisch bestimmt ist. Mit seiner These, dass die Evolution manchmal “mit Lichtgeschwindigkeit abläuft” widerlegt er Darwin.

Peter Berthold wohnt in Billafingen, ist Professor an der Universität Konstanz und Direktor der Vogelwarte Radolfzell, Max-Planck-Forschungsstelle für Ornithologie. Für die Entschlüsselung der genetischen Grundlagen des Vogelzugs und der Navigation der Vögel wurde er 2002 mit dem begehrten “Philip Morris Forschungspreis” ausgezeichnet.

Wir freuen uns ganz besonders, Herrn Berthold für einen Vortrag über die “Nomaden der Lüfte” (auch an diesem großartigen Film hat er mitgearbeitet) gewonnen zu haben. 

JABAZZCO

Vocal-Jazz-Quintett

"A capella mit Kapelle"

Jazz - Popsongs - Gospels
raffiniert arrangiert und witzig interpretiert

Rückblick

Samstag, 29. November 2003

Neue Gerbe Billafingen                  Rückblick

Jabazzco gründete sich im Sommer 2000 an der Musikhochschule Stuttgart. Alle fünf Sänger haben zunächst Schulmusik studiert und sind derzeit bzw. waren Jazzstudenten.
Christian Oellig, Multiinstrumentalist und Spezialist für eine Mischung aus Basslines und Percussiongrooves
Michael Stauss, Jazzpianist und Bigbandleader
Rodolfo Guzman, Pianist und  Filmmusikkomponist
Christiane Holzenbecher, Geigerin und Dirigentin
Beatrix Steinhübl, Jazzsängerin und treibender Motor der Truppe,
Bereichert wird das Programm duch das Michael Stauss Trio mit Axel Kühn am Kontrabass und Christoph Oellig am Schlagzeug.

Jabazzco, das sind Jazzklassiker, bekannte Popsongs oder auch Gospels raffiniert arrangiert und witzig interpretiert und ein kompakter Ensemblesound, welchen sich die fünf Sänger in den letzten drei Jahren erarbeitet haben in Workshops mit den King's Singers, Darmon Meader von den New York Voices.

 

Rückblick auf das Herbstprogramm 2003

 

20. Nov. 2003   Elster Silberflug                                                "Neue Gerbe"    Owingen-Billafingen
Im wundervoll herbstlich dekorierten Saal der Neuen Gerbe, inmitten von Kürbissen, Maiskolben und lustigen Rübengeistern fand am letzten Samstag das erste Konzert des neu gegründeten Owinger Kulturkreises statt. Nach einer kurzen Begrüßung durch Markus Veit, einem der Initiatoren des Kulturkreises, kamen die vier Musiker von „Elster Silberflug“ schnell zur Sache und schon nach wenigen Takten sprang der Funke auf das Publikum über: Die von tänzerisch Rhythmen geprägten Lieder des Mittelalters animierten bald Kinder und einige Besucher zum Tanze.
  „Elster Silberflug“ , die sich in wechselnder Besetzung seit den Siebziger Jahren der Musik des Mittelalters und der Renaissance widmen, spielten früher auf Straßen und Märkten, später auch in Konzertsälen und wohnen seit 1988 in Herdwangen und so lag es nahe, daß sie der Bitte des Kulturkreises nachkamen, und des erste Konzert in einer Reihe von Veranstaltungen dieses Herbstes bestritten. Mit ihren kräftigen Stimmen, Trommeln und immer wieder wechselnden, teils alten Instrumenten gelang es ihnen, eine Atmosphäre zu erzeugen, bei der man sich schnell in eine Zeit zurückversetzt fühlte, als fahrende Spielleute und Vaganten, Raub- und Kreuzritter, Mönche und Minnesänger den Ton angaben.
  Ihr Repertoire umfasste Lieder in lateinischer, mittelhochdeutscher, französischer und italienischer Sprache, spiegelte eher die etwas derbe Musik des einfachen Volkes der damaligen Zeit wider. Die Lyrik der Minnesänger Walther von der Vogelweide oder Neidhardt von Reuenthals, die Melodien eines „Archipoeta“, ganz besonders aber die derben Lieder aus den „Carmina Burana“ bildeten die Grundlage der Musik von „Elster Silberflug“. 
  Die 4 Musiker verstanden es dabei immer wieder, durch den Einsatz verschiedener Instrumente und durch eine kräftige Rhythmik die Themen ihre Lieder musikalisch zu unterstützen. Ulrich und Barbara Freise, Gründungsmitglieder der Truppe, bilden mit Bouzouki, Stabspiel und Trommeln den Kern des Quartetts. Sie werden unterstützt von der stimmgewaltigen Dorle Ferber, die durch ihre virtuose Geigenimprovisation den charakteristischen „Sound“ prägt und dem feinfühligen Perkussionisten und hervorragenden Moritz vom See. Freilich den schönsten Eindruck vermittelte das Quartett bei den wenigen Liedern „a capella“, wobei besonders die saubere Intonation, und die gefühlvolle Dynamik ihres Vortrags gefielen.
 

Nach reichlich zwei Stunden wurden die Musiker genötigt, einige Zugaben zu spielen, bei denen sie geschickt die Zuhörer mit einbezogen, die als Kühe, Schafe oder Hunde auf humorvolle Weise ihre Musik akustisch unterstützten.

Schon in der Pause, aber erst recht am Ende des Programms trafen sich Musiker, Besucher und Initiatoren zwanglos bei Most und Schmalzbroten, die von fleißigen Händen bereitgehalten wurden. Für Brot (Bäckerei Mayer), Schmalz (Metzgerei Hermann) und die Kürbisse (Obstbau Klotz, Bambergen) bedenken wir uns herzlich bei den Sponsoren.

 

Dieses erfolgreiche Konzert war somit nicht nur ein glänzender musikalischer Anfang für den „Kulturkreis Owingen“ – es motivierte und beflügelte auch die freudige Aufbruchstimmung der Initiatoren. Wenn die künftigen Veranstaltungen dieses Herbstes ebenso gut in unserer Region ankommen, brauchen wir uns um die Zukunft dieses Engagements keine Sorgen zu machen.

Wir treffen uns wieder am 8. November, auf dem Lugenhof , wenn dass Landesjugendjazzorchester uns in eine ganz andere, aber nicht weniger interessante Musikwelt entführt.

Angelika Schmidt-Bohn &  Wolfgang Rauneker

8. Nov. 2003     Landesjugendjazzorchester                          "Golfclub Lugenhof"  Owingen-Überlingen
Mit seiner zweiten Veranstaltung hatte der neugegründete „Kulturkreis Owingen“ am letzten Wochenende voll ins Schwarze getroffen. Der Gesellschaftsraum des „Golfclubs Lugenhof“ war bis auf den letzten Platz besetzt, als zwei Dutzend junge Musiker unter der Leitung von Prof. Bernd Konrad nach der Begrüßung durch Bürgermeister Former sich alsbald ins Zeug legten, daß das altehrwürdige Ökonomiegebäude erzittern ließ.
 

Schon das Auftaktstück offenbarte die Qualitäten der jungen Big-Band: Die traditionelle Swing-Nummer begann eher verhalten, steigerte sich dann in der Dynamik bis schließlich der volle Brass der Bläser im letzten Chorus für Gänsehaut im Auditorium sorgte - Big-Band-Sound vom Feinsten!

Dabei beeindruckte nicht nur die perfekte Phrasierung der raffinierten Arrangements, die dynamische Bandbreite und ausgereifte musikalische Technik des Ensembles, sondern auch die coole, fast überlegene Routine, mit der die Musiker zwischen 14(!) und 20 Jahren zu Werke gingen.

  Wenn man berücksichtigt, daß die Musiker – nach einem intensiven, einwöchigen Workshop – zum ersten Mal gemeinsam auftraten, konnte man über des Spektrum des Repertoires nur staunen:  
 

Kompositionen von Stevie Wonder bis Altmeister Duke Ellington waren ebenso vertreten wie die Kategorien „Reggae“ oder „Funk“ ; dazwischen immer wieder gefühlvolle Balladen, bei denen vor allem die Solisten der Formation ihre Improvisationskunst, ihre Technik und Spielkultur zur Geltung bringen durften – immer begleitet von einem Bläsersatz, welcher die ausgedehnten Soli gefühlvoll mit komplexen Harmonien unterlegte.

  Überhaupt hatte Bernd Konrad alle Mühe, den Andrang seiner Musiker zu den Soli in geordnete Bahnen zu lenken. Neben den drei jungen, erstaunlich jazzigen Sängerinnen Michaela Nagl, Sonja Freitag und Sarah Neumann beeindruckte vor allem Christian Steuber am Tenorsaxophon mit seinen ausgereiften Improvisationen.
  Bewegend auch das virtuose musikalische Zwiegespräch zwischen Dennis Schopz (Posaune) und Donald Kubrinski (Trompete) bei dem Stück „Manteca“ von Dizzy Gillespie. Neben der soliden Rhythmusgruppe – allesamt virtuose Solisten auf ihrem Instrument - konnte der Bandleader auf ein Reservoir an Posaunisten, Trompetern und Saxophonisten zurückgreifen, das mit sichtlichem Engagement und jugendlicher Begeisterung bei der Sache war und erst gegen 23 Uhr und nach mehreren Zugaben erschöpft war. Das begeisterte Publikum verabschiedete die junge Jazz-Elite des Landes mit lang anhaltendem Beifall.
 

Nicht nur während der Pause, sondern vor allem auch nach dem Konzert sorgte des Team vom „Owinger Kulturkreis“ durch Getränke und kleine Naschereien für eine Ambiente, welches noch manchen Besucher zum Verweilen einlud und so dafür sorgte, daß erst lange nach Mitternacht ein denkwürdige Konzert sein Ende fand.

16. Nov. 2003  Nomaden der Lüfte                                  "Neue Gerbe"   Owingen-Billafingen

Kaum fasste die „Neue Gerbe“ die vielen Besucher aus Billafingen und Umgebung, die gekommen waren, um Prof. Peter Berthold zu den Geheimnissen und neuesten Forschungen auf dem Gebiet des Vogelzugs zu hören. Berthold der letztes Jahr den Philip-Morris-Forschungspreis erhielt (der SÜDKURIER berichtete) und seit 1991 in Billafingen wohnt, nutzte eine Einladung durch den neu gebildeten „Kulturkreis Owingen“, um sich seinen Mitbürgern mit seinen Forschungsarbeiten vorzustellen.

In einem fulminanten anderthalbstündigen Vortrag spannte der Direktor des Max-Planck-Institutes für Verhaltensphysiologie der Vogelwarte Radolfzell einen Bogen von Aristoteles, der noch glaubte, daß Schwalben im Schlamm überwintern bis zu den jüngsten Erkenntnissen der modernen Vogelzugforschung. Vögel, die uns nicht nur durch ihr Gefieder und ihren Gesang erfreuen, beeindrucken den Menschen vor allem durch ihre enormen Leistungen beim jährlichen Vogelzug, bei dem sich jedes Jahr 50 Milliarden Individuen auf die Reise begeben. 

  Dabei verblüffen uns nicht nur die gewaltigen Entfernungen, die viele Vogelarten zurücklegen: So kann die im hohen Norden brütende Küstenseeschwalbe auf ihrem Zug nach Süden die Antarktis erreichen und sogar umrunden und kehrt zur Brutzeit wieder an ihren Nistplatz in Grönland zurück. Diese 40.000 km lange Zugstrecke kann sich im Laufe eines Seeschwalbenlebens von 25 Jahren auf 1 Million Kilometer aufaddieren. Andere Vögel ziehen von Sibirien nach Südafrika, oder von Alaska nach Hawaii oder sogar nach Südamerika. Noch erstaunlicher sind die navigatorischen Leistungen der Zugvögel: Ein Rauchschwalbe, die im Herbst ihr Nest in einem oberschwäbischen Kuhstall verlässt, um nach Zentralafrika zu fliegen, findet ohne Probleme im nächsten Frühjahr wieder zurück; mehr noch, sie wird im nächsten Herbst wieder wie im Vorjahr auf demselben Ast am selben Baum am Ufer des Kongo sitzen.
 

Seit man vor 100 Jahren begann, Vögel zu beringen (bis heute mehr als 200 Millionen), kennt man sehr genau die Überwinterungsgebiete und Zugstrecken unserer Zugvögel. Doch obwohl inzwischen   Störche sogar mit Sendern ausgerüstet werden und mehrmals täglich über Satelliten ihren Standort „melden“, wusste man lange wenig über die Mechanismen des Vogelzugs. 

Prof. Berthold und seine Mitarbieter konnten in langjährigen Forschungen mit „teilziehenden“ Mönchsgrasmücken und Rotschwänzen nachweisen, dass die wesentlichen Zugfaktoren wie Dauer, Richtung und Intensität des Zuges in den Genen angelegt und somit vererbbar sind. Zu diesem Zweck wurden in den Volieren der Vogelwarte im Laufe der Jahre mehr als 3000 Mönchsgrasmücken aufgezogen und in systematischen Versuchsreihen miteinander gekreuzt.

 

Ortsvorsteher Ernst Beck und Prof. Peter Berthold

„Ich habe Darwin nicht widerlegt, wie es irgendwo zu lesen war“, so Prof. Berthold, „aber wir waren vor allem verblüfft über das Tempo der Mikroevolution. Es übertrifft alles, was wir bisher bei Wirbeltieren für möglich gehalten haben!“ So können in wenigen Generationen aus ziehenden Arten Standvögel werden – und umgekehrt. Noch vor wenigen Jahren glaubte man, daß dazu Tausende von Generationen notwendig seien. 

„Im Prinzip ist in jeder Vogelpopulation die ziehende und die nicht-ziehende Komponente genetisch angelegt; wie sich die Art dann entwickelt, wird durch die Umwelt gesteuert.“ So können die Ornithologen überzeugende Beweise für die Klimaerwärmung liefern: neue Vogelarten aus dem Süden wandern in Europa ein. Vögel die bisher nach Afrika zogen, bleiben im Mittelmeergebiet und ein großer Teil unserer heimischen Mönchsgrasmücken überwintern im milden England. Eine anhaltende Klimaerwärmung hätte für unsere Avifauna jedoch auch negative Konsquenzen: Feuchtgebiete in Afrika versteppen oder trocknen ganz aus. Ziehende Arten geraten gegenüber den nicht oder nur kurz ziehenden Arten ins Hintertreffen – es wird immer weniger Zugvögel geben. Dies kann man schon heute am inzwischenen selten gewordenen Gartenrotschwanz beobachten.

Nach einer Pause, in der die Initiatoren des „Owinger Kulturkreises“ Kürbissuppe und Gebäck in Vogelform servierten, hatte das faszinierte Publikum Gelegenheit, den Experten zu befragen. Dabei wurden alle Bereiche vom Vogelmord in Italien, der Frage, ob man Vögel füttern soll, bis zu den Reizthemen Krähen und Elstern angesprochen, die von Prof. Berthold geduldig, sachkundig und mit einer guten Portion Humor beantwortet wurden.

29. Nov. 2003 JABAZZCO                                    "Neue Gerbe"Owingen-Billafingen
Die "Neue Gerbe" in Billafingen war fast voll, als das letzte Konzert in dieses Herbstes begann. 

Schon bei ihrem ersten Stück, dem Swing-Klassiker "Bei mir bist Du schön" zeigte sich die enormen musikalischen Qualitäten des A-Capella-Quintetts Jabazzco.

Die Musiker - allesamt aktive oder ehemalige Studierende der Musikhochschule Stuttgart - verblüfften durch ihre perfekte synchrone Phrasierung und das breit gefächerte Reportoire von Swing bis Latin, Funk und Rock.

 

  Beatrix Steinhübel, Sopranistin und Bandleaderin, überzeugte durch ihre sichere Intonation, makellose Phrasierung und ihr breit gefächertes Repertoire.

Bereits im Januar 2003 gastierte sie mit einer Instrumentalgruppe in Owingen und hinterließ mit ihren Musikern einen hervorragenden Eindruck. 

Vom klassischen Swing spannte sich der Bogen über Gospelsongs wie "Just a closer walk", dem Latino-Hit "Besame mucho"  und einigen gefühlvollen Jazz-Balladen bis zu dem Beatle-Hit "Norwegian Wood"

  Michael Stauss, Bariton und Pianist, zeigte seine Qualitäten am Piano als souveräner Begleiter und virtuoser Solist.

Routiniert, gefühlvoll, technisch perfekt und mit bewundernswerter Leichtigkeit unterstützt er die Rhythmusgruppe.

  Rodolfo Guzman, Tenor und Pianist, zuständig für die Latino-Abteilung der Formation, verblüffte nach der Pause mit einer spanischen Ansage, die in einer originellen Version des Latin-Klassikers "Chili con Carne" mündete.

Sammy Davis jr. hätte seine helle Freude an ihm.

  Christiane Holzenbecher, Altistin, wechselte zwischendurch auch mal zu Geige oder Trompete, setzte mit ihrem Sound interessante instrumentale Akzente.
  Bassist Axel Kühn, einziger Nichtvokalist der Formation, ergänzte durch gefühlvolle und technisch perfekte Arbeit am Kontrabass das Quintett und ließ in ausgedehnten Soli seine Virtuosität aufblitzen.
  "Fly me to the Moon", im Duett vorgetragen von Beatrix und Axel war sicher einer der Höhepunkte des Abends.

Selten hat man diesen Standard so gefühlvoll und intim gehört.

  Christoph Oellig, (Vokal-) Bassist und Drummer, zuständig für das rhythmische Fundament, gefiel uns nicht nur als Sänger sonder vor allem als virtuoser Drummer, der durch kleine spontane Einfälle für humoristische Einlagen sorgte.
 

Erst nach etlichen Zugaben entließ das dankbare Publikum das Sextett in die Garderobe.

Dieses Konzert war der würdige Abschluß eines unerwartet erfolgreichen Herbstprogramms des "Owinger Kulturkreises". Die Initiatoren sind sich einig, dass sie im nächsten Jahr weitermachen und mit neuen Ideen wieder eine Reihe interessanter Events in Owingen organisieren wollen.