Owingen (550 m ü.M.)
am Bodensee, im Herzen des Linzgau
Genuss für alle Sinne
„Mehr Paradies geht nicht“ ist der Slogan des neu gegründeten Bodensee-Linzgau-Tourismus e.V., dem – neben Owingen – noch 5 weitere Gemeinden des Bodenseekreises angehören. Und Owingen bietet vielseitige Möglichkeiten, diesem Motto gerecht zu werden.
Nicht nur wandern und Rad fahren, sondern entdecken, auf den durchweg neu beschilderten (Rad-)Wanderwegen rund um Owingen, z. B. bei einer geführten Wanderung auf dem Lyrikweg nördlich von Owingen, auf dem Dorflehrpfad in Billafingen oder im Naturschutzgebiet „Aachtobel“ zwischen Hohenbodman und Taisersdorf. Fische und Vögel beobachten, die sich inzwischen beim Heinz-Sielmann-Weiher (Gemarkung Billafingen) angesiedelt haben.
Nicht nur golfen auf dem hoch gelegenen Golfplatz „Lugenhof“, sondern bei ausgedehnten Spaziergängen staunen über die unglaublich schönen Ausblicke auf den Linzgau und über den Bodensee, bis hin zu den Schweizer Alpen.
Nicht nur essen, sondern kulinarische Köstlichkeiten genießen, entweder im urgemütlichen Landgasthof mit regionalen Spezialitäten, oder auch mal die „nouvelle cuisine“ ausprobieren, begleitet von einem köstlichen Bodensee-Wein.
Was Owingen – außer als familienfreundlicher Ferienort – als Wohn- und Arbeitsplatzgemeinde sonst noch zu bieten hat, finden Sie unter anderem auch in den Rubriken Allgemeines, Wirtschaftsleben und Kultur.
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Natur und Landschaft
Owingen liegt am Schnittpunkt alter Straßen von Überlingen nach Pfullendorf und von Stockach nach Salem.
Nördlich von Owingen erhebt sich ein Molasserücken bis zu einer Höhe von etwa 700 m. Dieser Anstieg wirkt wie eine Bruchstufe und trennt den Unteren vom Oberen Linzgau.
An seinen sanften Hängen finden sich Viehweiden, die im Norden der Gemarkung von artenreichem Mischwald abgelöst werden. Das Hochtal um Owingen wird weitgehend ackerbaulich genutzt.
Bedeutende Fließgewässer sind im Osten der Ortslage der naturnahe Ortsbach und im Süden der Mühlbach, die gemeinsam weiter östlich den Auenbach bilden.
Rund 400 m östlich von Hohenbodmann fließt die Aach durch einen wildromantischen, bewaldeten Tobel, einem der ältesten Naturschutzgebiete im Bodenseekreis – Verordnung aus dem Jahr 1939 (siehe Wandervorschlag).
Der Ortsteil Billafingen liegt in einem 300 bis 600 m breiten Urstromtal, das von zwei angrenzenden Molasserücken, die durch Gletscher der letzten Eiszeiten ausgeformt wurden, begrenzt wird. Die Molasse besteht aus sandig-mergeligen Gesteinen, die im Tertiär vor ca. 10 Mio. Jahren abgelagert wurden. Vor 1,5 bis 2 Mio. Jahren begann die Klimaverschlechterung der Quartärzeit und vor 0,5 Mio. Jahren das eigentliche Eiszeitalter mit der mehrfachen Vergletscherung des Alpenvorlandes. Aus dieser jüngsten geologischen Epoche stammen die Dekkenschotter bei Höllsteig.
Die landschaftlich idyllischen Tobel, Schluchten und Seitentäler sind zum größten Teil in der Nacheiszeit von Schmelzwässern eingeschnitten worden und befinden sich auch heute noch im Stadium lebhafter Erosion.
In der Tallage dominieren Acker- und Wiesenflächen. Die angrenzenden Molassehänge sind reich strukturiert mit einem Wechsel von Streuobstbeständen, Viehweiden, Halbtrockenwiesen und aufgelassenen Kiesgruben. Der landschaftliche Reiz und das milde Klima geben dem Ort Owingen einen hohen Erholungswert. W. Sch.
(Auszug aus "Der Bodenseekreis - Ein Führer zu Natur, Geschichte und Kultur" - herausgegeben für den Bodenseekreis von Landrat a. D. Siegfried Tann, 1998)
